gleichmässig glänzend, etwa wie Speck; Milz etwas vergrössert, mit grossen Follikern. Nieren gesund, nur in einigen Stellen der Corticalsubstanz Spuren von interstitiellem Exsudat (? Ref.). Genitalien klein, aber gesund. Nebennieren wenig vergrössert, mit harten, nach innen zusammengeflossenen, hie und da erweichenden Tuberkelknoten durchsetzt, welche in eine graue, etwas durchscheinende Grundsubstanz eingebettet waren. Dr. Boogaard fand mikroscopisch noch Spuren von Cortical- u. Medullarsubstanz, dagegen den Sympathicus „aus der Umgebung der Aorta abdominalis“ in hohem Grade atrophirt. (Worin diese Atrophie bestand, und wodurch sich der Fall anatomisch von Typhus unterschied, ist nicht gesagt. Ref.)

4) Fall von Hrn. Welford: Ein junger Mann klagte einige Monaten über äuserste Schwäche, ohne eine Ursache zu finden; seine Freunde sahen seine Farbe dunkler werden und hielten es für Gelbsucht. Bei der Untersuchung die ganze Haut excessiv dunkel, die Genitalien fast schwarz, äusserste Schwäche und Erbrechen. Bei der Autopsie fand sich nichts als, als eine kranke Nebenniere; in dieser war nach Hrn. Wilks die normale Struktur ersetzt duch eine albuminös-kreidige Ablagerung.

5) Fall von Hrn. G. Mackenzie Bacon. Ein 15jähriger, gutgebauter Junge, Stuccaturarbeiter, bis vor 7 Monaten ganz wohl, bekam damals Appetitlosigkeit, Erbrechen und Schwäche ohne bekannte Ursache; langsam heilende, kachektische Geschwüre am Ober- und Unterschenkeln, Schwindel und Kopfweh. Zwischendurch befand er sich so gut, dass er zu seiner Arbeit zurückkehrte, aber die Anfälle wiederholten sich bis zur Ohnmacht. Einen Monat nach dem ersten Anfalle wurde seine Farbe dunkler, sein Gesicht schmutzig gelblich, so dass auch die Aerzte es für Gelbsucht nahmen. Gegen das Ende steigert sich das. In der letzten Woche constantes Erbrechen, Schluchzen, in den letzten 2 Tagen Anästhesie der Füsse und zun Theil der Waden mit Schmerz an den Zehen und Fingern. Tod ruhig und eher unerwartet. - An der Leiche hatte nur der obere Theil der Brust ein normal fleischfarbenes Aussehen, alles Andere war düster olivenfarben. Gesicht, Hände und Beine am dunkelsten; Rücken, Aussenseite der Oberschenkel und Gesäss am meisten entschieden lohfarben; im Gesicht braune Flecken, an den Knieen und längs der Wirbel in der Dorsalgegend 2-3 Zoll grosse, ganz dunkelbraune. Scrotum fast schwarz, Penis etwas weniger. Der ganze Bursch sah wie ein Mulatte aus. Conjunctiva ganz weiss und perlfarben. Körper nicht sehr abgemagert. Einige pleuritische Adhäsionen, Lungen und Nieren normal, Gekrösdrüsen mässig geschwollen. Beide Nebennieren mit tuberkulösen Knoten, von denen einer die Grösse einer Haselnuss erreichte; links die Degeneration stärker, als rechts.

6) Fall von Hrn. Pavy. Ein 26jähriges Dienstmädchen, seit 1 Jahr schwach und kränkelnd, jedoch ohne specielle Beschwerden, seit 8 Monaten verfärbt, ohne Gelbsucht, Sclerotica perlweiss, Gesicht, Nacken und Schultern eigenthümlich schmutzig olivenfarbig, andere Theile des Körpers nicht auffallend, keine Abmagerung, einzelne zuckende Bewegungen wie bei Chorea. Die Kranke schreibt ihr Leiden der Ueberarbeitung zu. Bald nach der Aufnahme Erbrechen, das nicht zu stillen war und grosse Prostration hervorbrachte. Tod. Bei der Autopsie fand sich nichts, als die Erkrankung der Nebennieren, welche Moxon untersuchte. Beide waren in „Lymphe“ eingeschlossen, welche auch das anstossende Muskelgewebe infiltrirte, so dass das Ganze etwa 3/4 einer Gewöhnlichen Orange ausmachte. Innerlich fanden sich hie und da ledergelbe Flecken, durch Lymphe abgeschlossen, in einem mehr oder weniger erweichten Zustande mitten in der Substanz. Links lag eincystirte eiterige Flüssigkeit. Ausserdem wird von allen Organen angegeben, dass sie sehr dunkel, wie es scheint, durch Blut waren; die Haut war an der Leiche sehr dunkel; an Nacken, Achseln und Ellbogen dunkelbraun, an der Stirn fleckig durch unregelmässige dunklere Stellen.

7) Fall des Hrn. Addison. Ein Kranker von 16 Jahren, früher im Surrey dispensary, mit allgemeinem Melasma, Schwäche, so dass er nicht stehen konnte. Bei der Autopsie nur die Nebennieren krank, wie in dem vorhergehenden Falle. (Der Bericht ist sehr kurz und unvollständig. Ref.)

8) Fall aus dem Reading Hospital. Ein herumziehender Musiker vos 26 Jahren, der nach Aussage seines Weibes in den letzten Monaten wie ein Zigeuner ausgesehen hatte, und dessen Farbveränderung von seinen Gesellen als Gelbsucht betrachtet worden zu sein schien, war 3 Tage vor seinem Tode ohne bekannte Ursache von Erbrechen heimgesucht worden, das bis zu dem Tode anhielt. Die Autopsie zeigte einige alte pleuritische Adhäsionen rechts, ausserdem nichts als eine starke Vergrösserung beider (jedoch am meisten der rechten,) Nebennieren, welche gar keine normale Stuktur zeigten, sondern fast ganz in ein graues, mässig festes Gewebe mit einzelnen kalkigen und anderen zerfliessenden Stellen verwandelt waren.

9) Fall des Hrn Barton. Eine alte Frau, die über allgemeine Schwäche klagte, hatte eine dunkelbraune Farbe an Gesicht, Schultern und um die Achseln, während die Haut um die Brust natürlich, also blass aussah. Auch der Bauch und der obere Theil der Oberschenkel waren dunkel, die Unterschenkel natürlich. Man Fühlte eine sehr vergrösserte Leber. Seit 2

289
[SEITE 288] [SEITE 290]